Time to say “Welcome, HPO 2.0 !”
Liebe E20-Interessierte !
Die E 2.0 Initiative Austria und damit auch dieser Blog sind per 27.10.2011 offiziell beendet worden.
Vielen Dank allen Sponsoren, Unterstützern, Co-Authoren und Kommentatoren, Eure Beiträge waren wertvoll und inspirierend !
Gleichzeitig freue ich mich sehr, Euch auf unser Nachfolge-Projekt aufmerksam zu machen, die “High Performance Organisation 2.0“.
LG, Reinhard Wilfinger
IKnow2011 – meine 15 minutes of fame
Meine persönlichen 15 (35) minutes of fame.
Zum mittlerweile 11. Mal hat heuer die IKnow in Graz stattgefunden. Als eine der größten Wissensmanagement-Veranstaltungen im deutschprachigen Raum bringt sie Praktiker, Wissenschafter, Berater und Interessierte an einen Ort.
Im Rahmen des “Wissenstag Österreichs” haben Helmut Nagy und ich den Vortrag:
gehalten.
Seit eineinhalb Jahren arbeiten wir in einer Gruppe zum Thema “Enterprise2.0″ zusammen. Unsere Ergebnisse halten wir in einem Wiki fest, auch die Zusammenarbeit zwischen unseren Treffen gestalten wir zum Teil über dieses Wiki (Confluence). Die Erfahrungen die wir dabei gewonnen haben und Teile unserer Ergebnisse waren der Inhalt unserer Präsentation bei der IKnow.
Hier die Zusammenfassung unserer Schlüsselerkenntnise:
Zuerst die Herrausforderungen bei der Zusammenarbeit in einem Wiki:
- Fehlende Ziele: es war schon relativ bald klar, dass ein Fehlen klar definierter Ziele dazu geführt hat, dass wir in alle möglichen Richtungen gearbeitet haben, aber kaum an einem gemeinsamen Ziel. Eine genaue Zieldefinition und auch die Kommunikation dieser Ziele ist unabdingbar.
- Mangelnde Zeit: ein Dilemma das wir nicht beheben können, da wir alle Zeit und Energie in diese Runde investieren, die wir in unserer Freizeit erübrigen müssen.
- Onlinekollaboration: obwohl wir uns zu Anfangs dezitiert dazu entschlossen haben den Wiki-Gedanke auch zu leben scheinen uns kulturelle Barrieren zu hindern dies auch in die Praxis umzusetzen. Artikel werden kaum bis gar nicht editiert, und die 90/9/1 Regel lässt sich angepasst auch in unserer Situation beobachten.l
Erwartungen und Ziele:
- Wissensaustausch: aber nicht nur Herrausforderungen hat unsere Zusammenarbeit gebracht. Wir leben einen aktiven Austausch an Wissen (aber vor allem offline).
- Experimentieren: hauptsächlich mit Confluence konnten wir (die Aktiven) Erfahrungen sammeln, einige andere Tools kamen ebenso zum Einsatz (Etherpad, Doodle, usw.)
Für Uns zeigt dies wieder einmal ganz deutlich, dass durch das zur Verfügung stellen eines Tools noch lange nicht die Arbeit getan ist. Innerhalb von Organisation ist die Dynamik einer CoP sicher eine andere, aber ohne eines Konzeptes zur Motivation der MitarbeiterInnen Wikis, Blogs oder andere Tools zu nutzen wird sich auch dort kein anderes Bild ergeben.
Future Work Skills
Warum passt dieses Thema in die Agenda der Enterprise 2.0 Initiative?
Ganz einfach: Viele der in dieser Publikation (Future Work Skills 2020) vorgestellten Trends schliessen die Anwendung von “sozialen” Technologien in Organisationen mit ein.
Sechs Trends werden angeführt, die unsere Arbeit in der Zukunft mitgestalten werden. Als erster und wichtigster Trend wird die steigende Lebenserwartung und damit auch längere Erwerbstätigkeit genannt. Einer der Treiber die schon Peter Drucker immer wieder zur Sprache brachte.
Die Einführung von “smarten” Maschinen die uns repetitive Arbeiten abnehmen werden und die menschliche Arbeitskraft in vielen Bereichen ersetzen oder augumentieren wird. Daraus resultiert auch, dass ein Umdenken in Bezug auf unser Verständniss von Arbeit stattfinden muss. Eng verbunden damit ist die Verfügbarkeit von höherer Rechenleistung die uns in allen Lebenslagen zur Verfügugn stehen wird.
Neue Medien haben jetzt schon unser Kommunikationsverhalten nachhaltig verändert. Dies wird sich auch noch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Die Transformation der Kommunikationstechnologien stellt uns vor neue Herrausforderungen wie Online Reputation Management (Dear Mr. Dunbar), Splittung unserer Aufmerksamkeit auf viele Kanäle und Kollaboration (um nur einige zu nennen) unter Einsatz dieser Medien.
Neue Organsiationsformen die andere Wertschöpfungsmodelle ermöglichen und eine global vernetzte Welt stellen die beiden letzt gennanten Trends dar (Das Entstehen von “networked Enterprises”). Die neuen Werkzeuge die uns zur Verfügung stehen werden unsere Arbeitswelt stark verändern. Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinaus wird zu unserem zukünftigen Erwerbsalltag gehören.
“For those of us who are engaged in knowledge work, we understand that work is no longer a place but something we do.” Oscar Berg
Diese sechs Trends erfordern neue Kompetenzen um für den Arbeitsmarkt in Zukunft attraktiv zu bleiben:
- “Higher level thinking”, damit sind kognitive Arbeiten gemeint die uns auch in Zukunft nicht von Maschinen abgebnommen werden können.
- “Social Intelligence”, die vielgrühmten Soft Skills werden weiter an Bedeutung zunehmen
- “Adaptives Denken”, situationsspezifische Problemlösungskapazitäten
- “Interkulturelle Kompetenz”, ein nobrainer in dieser Auflistung
- “Computational Thinking”, die Fähigkeit aus einer Masse an Daten die wichtigen Fakten herauszuflitern
- “New Media Literacy”, Sehr ähnlich zu der letztgenannten Kompetenz nur diesmal in Bezug auf das Social Media Universum und erweitert um den Bereich Kommunikation.
- “Transdisziplinarität”, viele Problemstellungen erfordern mehr Wissen als in einer Disziplin zur Verfügung steht, somit gewinnt vernetzes Denken an Bedeutung.
- “Design Mindset”, Arbeiten so zu strukturieren, dass sie automatisch von Maschinen abgearbeitet werden können.
- “Cognitive Load Management”, Informationen nach Relevanz zu filtern und diese dann auch nutzbringend zu verwenden.
- “Virtuelle Kollaboration”, ein Thema das mir besonders am Herzen liegt.
Dear Mr. Dunbar
Dunbar, Dunbar und wieder Dunbar. Dieser Name lässt mich nicht mehr los seit dem ich mich mit E20/socbiz befasse (Size matters). Glaubt man dem werten Herrn Dunbar, dann sind unsere engen sozialen Interaktionen auf 100-200 Individuen eingeschränkt. In einer aktuellen Studie wurde diese Zahl wieder bestätigt. Doch da schleicht sich bei mir ein kritischer Gedanke ein. Während sich die Wissensschaftler sehr genau überlegt haben wie sie die erhobenen Daten (Twitter) interpretieren, haben sie meiner Meinung nach vernachlässigt, dass Twitter meist nicht die einzige Web20-Anwendung ist die man nutzt und dass man neben den Followern auf Twitter auch noch Offline Kontakte pflegt.
Eine Weitere Frage die ich mir dabei immer wieder stelle ist: Wie relevant ist diese Zahl für die Nutzung sozialer Netzwerke (und des Web20).
Eine Erweiterung des Konzepts von Dunbar stellt die Scoble´s Number dar. Sie ist keine Konstante sondern sehr variable und wächst mit der steigenden Nutzung der Möglichkeiten des Web20. Während Dunbars Nummer biologische Grenzen gesetzt sind, wird die Scoble Zahl durch den Aufwand (Zeit) begrenzt.
Meiner Meinung nach ist die Dunbar Nummer im Kontext von Web20 nicht übertrieben relevant. Wichtiger ist es wieviel Zeit man zur Pflege seiner Online- und Offline- Kontakte aufwendet.
Blogparade der/die Zweite
Lieber Stephan Wiesenhofer und Alex Stocker, danke dass ihr mit eurer Blogparade.at in die Verlängerung gegangen seid, hier “better late then never” mein Beitrag:
Wie bin ich zu Social Media gekommen?
Um die Frage auch richtig zu beantworten, hab ich zuerst mal bei Wikipedia nachgeschlagen, was Social Media ist: “… ermöglicht Nutzern, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.”
Ok, dann kann ich so antworten: meinen ersten Kontakt hatte ich in den Urzeiten des Internets, vor www & html, als es Bulletin Board Systems gab. Mein bester Freund wanderte in die USA aus und betrieb ab ich glaub 1985 ein BBS, und wenn er in Wien auf Urlaub war, loggte er sich von hier ein, um seine User zu betreuen. Ich war neugierig und sehr beeindruckt, wie sich hier Dutzende von Menschen in Foren miteinander unterhielten, Software tauschten, Parties organisierten, usw.
Ab 1990 lernte ich dann die professionelle Version kennen – ich arbeitete bei IBM und hatte Zugang zu hunderten von Experten-Foren, wo sich IBM’s Forscher und Engineers weltweit austauschten. Wow, das war Utopia !
2005 beschäftigte ich mich dann beruflich intensiv mit Skype und seinem Geschäftsmodell. Damals begriff ich: Community is king, not content. Und begann, mich intensiver mit Social Media zu beschäftigen – XING, LinkedIn, später MySpace, YouTube, Facebook, match.com.
Wenn so zurückblicke, finde ich, wir sollten eigentlich von Social Multi-Media sprechen. Aber das ist halt nur relevant für Menschen, die anders aufgewachsen sind … gotcha
Was mache ich mit Social Media?
Da gibt es zwei Ebenen – die berufliche und die private Nutzung.
Beruflich helfe ich Unternehmen, Social Media und darauf aufbauende Innovationen im betrieblichen Kontext zu nutzen. Die Vision vom Enterprise 2.0 bzw. einer High Performance Organisation 2.0 in realitas umsetzen.
Über LinkedIn und Xing vernetze ich mich dazu mit mir wichtigen Menschen, das ist heute wie Visitkarten austauschen.
Und die Enterprise 2.0-Initiative ebenso wie die Plattform Wissensmanagement sind Community of Interest, in denen ich mit Gleichgesinnten austausche.
Privat nutze ich Facebook, um mit einem Teil meiner Freunde zu kommunizieren. Und mit meinen Kindern, die e-Mail verweigern …
Nach meiner Scheidung war ich eine Zeitlang auf match.com und lernte einige wunderbare Frauen kennen. Auch die Beste von allen, die ich voriges Jahr geheiratet habe !
Warum bin ich von Social Media begeistert?
Weil es Kooperation belohnt und so soziales Verhalten fördert.
Weil es mithilft, die Meinungsfreiheit zu sichern und so unsere Gesellschaft zum Guten verändert.
Weil es einen virtuellen Raum schafft, in dem wir Utopien ausprobieren können.
Blogparade: Wer sind Österreichs Social Media Blogger?
Nicht ganz ein Enterprise 2.o Thema aber doch recht nah.
Die von Stephan Wiesenhofer und Alex Stocker ausgerufene Social Media Blogparade soll dazu dienen Österreichs Social Media Blogger besser miteinander zu vernetzen.
“Die Blogger sollten ihren persönlichen Zugang zu Social Media schildern und kurz auch den subjektiven Mehrwert von Social Media darstellen:
- Wie bin ich zu Social Media gekommen?
- Was mache ich mit Social Media?
- Warum bin ich von Social Media begeistert?”
Also hier meine Antworten (und hier die Twitter-Version):
Wie bin ich zu Social Media gekommen?
Die Neugier hat mich dazu getrieben mit Twitter als “Einstigsdroge” mich mit dem Phänomen Social media zu befassen. Die Nähe der Themen Web2.0 und Enterprise2.0 hat recht schnell einen Mehrwert für mich geschaffen, da viele Interessante Persönlichkeiten in diesem Bereich auf Twitter vertreten sind. Mittlerweile gehören Feeds und Tweets zu meinen täglichen Routinen und ich kann mir nicht mehr vorstellen darauf zu verzichten.
Was mache ich mit Social Media?
Für mich dient Social Media hauptsächlich zur Informationsbeschaffung mehr oder weniger in Echtzeit. Aber auch das weiterleiten von interessanten Informationen steht hier für mich weit oben auf er Liste. Ein Faktor den man nicht genug herausstreichen kann ist dass web2.0 gleichzeitig auch als sozialer Filter dient die Informationsflut zu bewältigen. Veröffentlichungen, Blogs, Nachrichten, wissenschaftliche Publikationen, Veranstaltungen (nicht in der Reihenfolge meiner Prioritäten genannt) und viels mehr werden mir auf die eine oder andere Art in den sozialen Netzwerken zugetragen.
Das führt mich gleich zu dem Punkt Netzwerken. Twitter, Xing und Facebook sind die Netzwerke die ich aktiv Nutze und vor allem Twitter und Xing haben mir jede Menge neuer Kontakte ermöglicht. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung mittlerweile stark.
Warum bin ich von Social Media begeistert?
Die Möglichkeiten die Social Media im Bereich der Kommunkation bietet sind fast grenzenlos. Die Schnellebigkeit und Aktualität des Mediums bieten für mich einen ganz eigenen Reiz.
Wenn man sich auf dieses “Abenteuer” einlässt ergeben sich täglich Chancen neue Dinge zu lernen.
Interessant finde ich auch immer wieder die kontroversielle Debate über den Nutzen von Social Media in Unternehmen und sehe es als Herausforderung hier zumindest für einen besseren Informationsstand zu sorgen.
Framework zur Einführung von Enterprise 2.0 (2.0 Adoption Council)
Gil Yehuda
, der diesen Framework für das Adoption Council
zusammengestellt hat, beschreibt die Einführung von Enterprise 2.0 als Software Deployment, dass speziellen Gesetzen folgt und daher auch nicht mit herkömmlichen Deployment Prozessen ausgerollt werden kann.
So argumentiert er, dass schon beim Rollout Einfluss auf das spätere Verhalten der Nutzer der neuen Systeme genommen wird. Und er bezeichnet das E20-Rollout auch als Experiment bei dem das Ergebnis nicht von vornherein festgelegt werden kann. Somit sollten solche Projekte nicht im “klassischen” Waterfall-Verfahren abgehandelt werden sondern verlangen vielmehr nach eine iterativen (agilen) Zugang. Die Expertenmeinung verlangt weiters nach einem Zugang der stark nutzerorientiert und nicht wie herkömmlich prozess- oder datenorientiert ist.
Adoption Framework (2.0 Adoption Council):
1. The trigger events that cause Enterprise 2.0 to be discussed in the first place
- bottom-up Initiativen dienen als Ausgangspunkt der Diskussion
- oportunisitische Initiativen durch Mitarbeiter die mit E20 bestimmte Probleme lösen wollen
- “Benchmarking” oder Analyse von Mitbewerbern und deren erfolgreichen Einführungen von E20
2. The Enterprise 2.0 project leader
In Vielen Fällen (mehr als 50%) sind die Projektleiter
für die Einführung von E20 nicht aus den IT-Abteilungen sondern vielfach aus den Abteilungen Interne Kommunikation, zentrales Projektmanagement oder aus dem Linienmanagement. Die Richtige Person an diese Stelle zu setzen wird als einer der Efolgsfaktoren bezeichnet. Notwendige Fähigkeiten für solche Projekte sind Einfluss innerhalb der Organisation, Glaubwürdigkeit und ein profundes Wissen um die Kultur der Organisation.
3. The adoption core team
Das Kernteam sollte sich aus internen “Evangelisten” oder Keystakeholdern zusammensetzen um einerseits als Brücke zu den Fachabteilungen zu dienen und andererseits auch deren Interessen zu vertreten.
4. IT involvement
Da es sich ebenson um eine Einführung neuer Software handelt als auch um ein Organisationsentwicklungsprojekt ist die Einbindung der IT-Abteilung auf jeden Fall notwendig. Hierzu werden hauptsächlich drei verschiedene Wege begangen:
- Mitglieder des Projektkernteams sind aus der IT-Abteilung
- Der Projektleiter stammt aus der IT-Abteilung
- Parallele Teams die einerseits den technischen Part der Einführung abdecken und andererseits die organisatorischen Problemstellungen bearbeiten.
In einigen Fällen werden auch noch die Abteilungen HR, Risk Management sowie Sicherheit und Projektmanagement in das Projekt einbezogen. Weiters ist es auch hilfreich den Betriebsrat in der einen oder anderen Form einzubinden.
5. Getting executive support
DIe Beteiligung des obersten Managements sicherzustellen ist einer der kritischen Milestones in einem Adoption Projekt. Die Kernfragen die dazu beantwortet werden müssen sind:
- Was kostet das Projekt?
- Was bringt das Projekt? Und warum sollten wir es jetzt tun und nicht erst nächstes Jahr?
- Was passiert wenn wir dieses Projekt nicht abwickeln?
Einige oder alle dieser Fragen können durch gute Vorbereitung geklärt und mit Informationen aus externen Quellen weiter untermauert werden. Dazu dienen Quellen wie Berater, wissenschaftliche Publikationen und ebenso Benchmarking mit ähnlichen Organisationen die schon E20 in gebrauch hat.
6. Piloting adoption
Zu Pilotprojekten gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Eine Möglichkeit wurde von CSC aufgezeigt, die ein Pilotprojekt duchgeführt haben, dass zeitlich und nicht in der Anzahl an Teilnehmenr limitiert war.
Eine interessante Herangehensweise die es ermöglicht zu testen ob die Einführung von E20 auch wirklich eine Problemstellung innerhalb der Organisation abdecken kann.
7. The support for organic rollout
Die Einführung von E20 findet weder streng nach Top-down noch nach Bottom-up Richtlinien statt, wichtig ist es hier die richtige Balance zu finden und auch nach der tatsächlichen Live-Schaltung einer neuen Plattform weiter Unterstützung anzubieten. Dazu dienen Community-Manager und “Evangelisten” die im besten Fall aus allen Abteilungen rekrutiert werden.
8. The role of guidelines and policies
Eine Sorge die immer wieder aus Managementkreisen kommuniziert wird betrifft das Verhalten zukünftiger User einer offenen Kollaborations- und KOmmunikationsplattform.
Dem kann mit Richtlinien entgegengewirkt werden. Bestehen schon Policies zum Umgang mit Web und email können diese einfach erweitert werden. Die Entwicklung neuer Richtlinien ist auch gleichzeitig ein guter Testlauf für Kollaboration in Organisatione, die Beteiligung Vieler ermöglicht es unterschiedlichste Perspektive abzurufen und erhöht auch den Buy-in. Im Besten Fall wird Verhalten beschrieben, dass man von den Usern erwartet und nicht Verhalten, dass unerwünscht ist.
Muster erfolgreicher E20-Initiativen
- Bottom‐up and opportunistic events initiate interest in the program.
- Formal leadership runs the program.
- Business representation forms a core team.
- IT (and other stakeholders) gets involved.
- Executive support is secured.
- Some form of piloting and early‐stage rollout takes place.
Social Business Transformation
Cap Gemini und LSZ Consulting hatten zum Business Breakfast geladen, um eine aktuelle Studie zur Social Media Nutzung in Österreich zu präsentieren.
Deren Ergebnisse waren vordergründig ernüchternd – Social Media hat nur bei den klassischen Consumer Brands Priorität, der grosse Rest ordnet es unter “ferner liefen” ein.
Die anschliessende Diskussion mit Vertretern aus B2B-orientierten Unternehmen (Versicherung, Baustoffe, Nahrungsmittel) und dem öffentlichen Sektor zeigte aber auch die positiven Zukunftsperspektiven – die laufenden Entwicklungen werden aufmerksam beobachtet und mit ersten Pilotaktionen konkrete Erfahrungen gesammelt. Für 2012ff wird ein kräftiger Anstieg des Aktivitätslevels erwartet.
Cap Gemini stellte auch das Beratungskonzept “Social Business Transformation” vor, das auf Basis konkreter Erfahrungen bei Europa’s Top Unternehmen weiterentwickelt wird. Fast Follower in Österreich sollen davon profitieren, wenn international agierende Consultants z.B. bei globalen Automotive Companies Know-how aufbauen.
Gelungen war auch der nach Alter differenzierte Zugang zum Thema. Omri Bergmann als “Digital Native”, der als Student erfolgreich Anti-Piracy Software entwickelt und seine Dissertation dem Thema Social Networks Analysis gewidmet hatte, erläuterte überzeugend die Potenziale von Social Media. Bernd Bugelnig sicherte gekonnt das Verständnis der “Digital Immigrants” ab, stellte die Herausforderungen des Wandels in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Das breit gefächerte Publikum aus IT, Marketing und HR dankte es beiden.
Alles in allem ein gelungener Event, der den ebenso vorsichtigen wie pragmatisch-positiven Zugang der österreichischen Unternehmen zum Thema Enterprise 2.0 belegt.
Veränderung in der IT: Recording and managing data to connecting and engaging people
In einem Whitepaper der AIIM wird die Veränderung der Sichtweise auf das Informationsmanagement in Unternehmen diskutiert:
“…amidst the texting and Twittering and Facebooking of a generation of digital natives, the fundamentals of next-generation communication and collaboration are being worked out.
”Why is it — as Tony Zingale from Jive recently said — that we know more about what our high school girlfriend had for dinner than what is going on within our organization?”
Quelle: AIIM White Papers Systems of Engagement
abgerufen 28.04.2011
Eine ähnliche Sichtweise wird auch wir hier (Enterprise 2.0: Why All Business Software Must Go Social)
diskutiert.
Der Status Quo
Die traditionelle Sicht der Enterprise-IT ist ein daten- oder informationszentrische Sichtweise. Im Zentrum der Betrachtung stehen Dokumente, oder auf einer tieferliegenden Ebene Daten. Man könnte das als die grundlegende Infrastruktur eines Unternehmens betrachten. Für viele Unternehmen gilt, dass nach dem Ausbau der Infrastukur nun die Wartung an erster Stelle steht. Optimierung des IT-Systeme in Bezug auf Kosten, Virtualisierung, cloud computing oder outsourcing bringt noch keine großen Wettbewerbsvorteile. Das ist mehr oder weniger der Stand von Heute.
Der nächste Schritt
“…IT-enabled consumer experiences, which are deeply collaborative, highly effective, and astoundingly efficient. In the new global economy, business needs these very same capabilities for itself.”
Quelle: AIIM White Papers Systems of Engagement
abgerufen 28.04.2011
Nach der Meinung die in diesem Whitepaper vertreten wird sind diese Veränderungen auch innerhalb von Organisationen notwendig, weniger weil es dabei um die Arbeits- und Führungskräfte der Zukunft geht (die mit diesen kollaborativen Medien aufwachsen) sondern viel mehr weil dies weiter Produktivitätssteigerungen ermöglicht (vorallem bei nichtlinearen Aufgaben, die z.B. Kreativität erfordern). Deswegen muss auf Kollaboration und nicht Automatisierung fokusiert werden.
Weiter wird argumentiert, dass zuallererst die Kommunikation an sich betrachtet werden muss. Nicht mit herkömmlichen Mitteln, sondern mit den Möglichkeiten neuer Medien (Web2.0). Darauf folgend ebenso die Möglichkeit Kollaboation zu unterstützen.
“You have to grab onto the new communication and collaboration systems or you will simply end up as roadkill.”
Quelle: AIIM White Papers Systems of Engagement
abgerufen 28.04.2011
Die Evolution von Content
Quelle: AIIM White Papers Systems of Engagement
abgerufen 28.04.2011
IT Pro Ranking Enterprise 2.0 Vendors – Eine Erschütterung in der Macht?
Im Vergleich zum Magic Software Quadrant von Gartner sieht die Reihung der Anbieter deutlich anders aus. Natürlich ergibt sich durch das Anwenden verschiedener Kriterien eine andere Reihung, deutlich ist aber zu sehen, dass IBM in beiden Rankings an der Spitze mitspielt während Microsoft bei Gartner als Marktführer gehandelt wird (das entspricht auch vermutlich der Verbreitung) und bei dem anderen Ranking “abgeschlagen” an 9. Stelle steht.
Interessant ist doch, dass einige Anbieter die im Magic Quadrant zwar bei dem Kriterium Vision etwa auf selber Höhe mit Microsoft, Jive und IBM liegen, dafür aber bei der Marktdurchdringung deutlich zurückliegen in der Studie von InformationWeek das Rennen vor Microsoft machen.
Quelle: http://www.gartner.com/technology/media-products/reprints/microsoft/vol14/article5/article5.html abgerufen 03.02.2011
Quelle: http://www.informationweek.com/news/software/productivity_apps/229400883?nomobile=1 abgerufen 12.04.2011
Eines ist sicher, das Rennen um die meisten Marktanteile bleibt spannend auch wenn Microsoft im Moment an der Spitze liegt.





